Warum wir uns das Essen aus Langeweile abgewöhnen sollten

Essen aus Langeweile abgewöhnen
Lisa
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Hallo liebe Leser, ich bin Lisa. Da ich keine Lust mehr auf weitere Diäten habe, bin ich auf das intuitive Essen gestoßen. Ich habe mich ausgiebig damit befasst und vieles ausprobiert. Jetzt wünsche ich dir aber viel Spaß auf meinem Blog, Lisa

Beim Fernsehen oder Lesen sind Chips, Weingummis oder Schokolade unsere stetigen Begleiter. Der gemütliche Nachmittag am Wochenende auf der Couch wird unterbrochen durch zahlreiche Gänge zum Kühlschrank, um nach etwas Essbarem Ausschau zu halten. Meist steht man am Ende mit einer leeren Verpackung und einem schlechten Gewissen da. Vielen von uns sollte das sehr bekannt vorkommen. Mir auf jeden Fall schon.

Es gibt noch weitere Situationen in denen wir auch ohne Hunger essen. Beispiele sind: Das Essen aus Einsamkeit oder das Essen aus Frust. Beides wird auch als Emotionaler Hunger bezeichnet.

Die eingangs erwähnten Beispiele lassen sich sicherlich noch um viele weitere ergänzen.

Ich habe mich daher damit beschäftigt, warum wir in diesen Situation essen und warum das Essen aus Langeweile oder emotionaler Hunger grundsätzlich nicht gut für uns sind.

Warum Essen wir aus Langeweile?

Wir haben es uns mit der Zeit angewöhnt zu essen, wenn man gerade nichts zu tun hat. Langeweile ist kein angenehmes Gefühl, meist sind wir dabei auch noch alleine. Da liegt es nahe, sich die Zeit mit Essen zu vertreiben.

Essen aus Langeweile findet aber auch an andere Orten oder aus anderen Gründen statt, wenn wir beispielsweise Wartezeiten überbrücken oder der Arbeitsalltag mal nicht durch Hektik und Stress geprägt ist. Dieses konditionierte Verhalten ist besonders tückisch, da es sich um alltägliche Situationen handelt, die häufig vorkommen und die wir auch nicht umgehen können.

Passt man nicht gezielt auf, wird man immer wieder dem Drang zu essen nachgeben sobald man sich in einer dieser Situationen wiederfindet.

Weshalb wir uns Essen aus Langeweile abgewöhnen sollten?

Durch das Essen ohne Hunger nehmen wir auf Dauer zu. Wir nehmen mehr zu uns als eigentlich erforderlich wäre. 

Die Art der Lebensmittel ist hierbei nicht zwangsläufig das eigentliche Problem, da es z.B. auch bei Obst zu einer Gewichtszunahme kommen würde, wenn man mehr zu sich nimmt als eigentlich benötigt wird. Hauptproblem ist das Essen ohne Hunger.

Dennoch sind die meisten Lebensmittel, die wir aus Langeweile essen nicht gut für den Körper, da sich emotionaler Hunger eben am besten mit zuckerhaltigen Lebensmitteln befriedigen lässt. Der Zucker gelangt schnell ins Blut, wird aber auch genauso schnell wieder abgebaut. Dadurch gelangt der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht und funktioniert nicht mehr richtig. Als Folge ist man in Kürze müder und energiebedürftiger als vorher und sehnt sich nach dem nächsten zuckerhaltigen Snack.

Das grundlegende Problem ist, dass wir Langeweile nicht lange aushalten können und uns eine Beschäftigung suchen. In diesem Fall das Essen. Diese Verknüpfung muss aufgelöst werden. Essen darf nicht mehr die erste Anlaufstelle sein, wenn wir uns langweilen.

Was können wir tun?

Es gibt glücklicherweise Möglichkeiten, wie man sich das Essen aus Langeweile abgewöhnen kann. Möchte man emotionales Essen stoppen braucht man vor allem Aufmerksamkeit und Geduld, denn jahrelang eingeschlichene Gewohnheiten verschwinden leider nicht von heute auf morgen. Hierbei hilft auch kein Ernährungsberater oder Fitness-Coach, da unser Unterbewusstsein mehr als 90 Prozent unserer Entscheidungen steuert, auch unser Essverhalten. Dennoch kann man es mit mentalem Training, Durchhaltevermögen und Willen schaffen. Mit diesen gezielten Methoden lässt sich das Essen aus Langeweile abgewöhnen. 

Selbstanalyse

Da du diesen Beitrag gefunden hast, hast du möglicherweise bereits die „Langeweile“ als möglichen Grund für deine Essattacken im Verdacht. Um Aufschluss darüber zu bekommen, wann du genau isst, solltest du dennoch die nachfolgenden Fragen beantworten:

  • Was mache ich im Moment, wenn ich zum Essen greife?
  • Hatte ich Hunger?
  • War ich mir über mein Handeln bewusst?
  • Wie kam es dazu, dass ich ohne Hunger gegessen habe?
  • Gab es Alternativen anstatt zu „Essen“?
  • Warum gerade dieses Essen? Was habe ich gegessen?
  • Waren die Lebensmittel griffbereit?
  • Wie habe ich mich danach gefühlt?
  • Welche Aktivitäten hätte ich als Alternative machen können, um mich gut zu fühlen?

Da es uns oft gar nicht bewusst ist, was wir über den Tag verteilt und in welchen Situationen essen, ist es zunächst erforderlich unser Essverhalten zu beobachten. So kann man sich vor Augen führen, was man so alles isst und ob einem die bestimmten Lebensmittel auch gut getan haben.

Probleme erkannt – was nun?

Die Antworten sollten dabei helfen herauszufinden, woher die Langeweile kommt und erste Hinweise darauf geben, wie man konkret emotionales Essen stoppen kann. Vor allem der letzte Punkt fällt vielen oftmals schwer, daher hier einige Tipps, die helfen könnten:

  1. Wenn du dich generell häufig langweilst, kannst du vielleicht neue Hobbys und Aktivitäten ausprobieren. Sport oder Aktivitäten an der frischen Luft sind ideal, sie lenken ab und verschaffen zusätzliche Bewegung.
  2. Empfindest du ehr zwischendurch Langeweile, erstelle eine Notfallliste mit kurzen Beschäftigungen, wie z.B. den Mülleimer ausleeren, die Wohnung putzen, Papierkram erledigen. Diese Tätigkeiten nehmen nicht so viel Zeit wie ein Hobby in Anspruch, schaffen es aber dennoch dich vom Essen fernzuhalten.
  3. Trainiere dir Gewohnheiten an, z.B. das Lesen eines unterhaltsamen Buches oder kurze Fitnessübungen. Nicht gemeint sind hierbei süchtig machende Dinge wie Rauchen oder Glücksspiele.
  4. Bewahre Süßigkeiten etc. nicht in unmittelbarer Nähe auf und vermeide große Familienpackungen, falls du zu maßlosem Essen neigst.
  5. Hier kommen wir nun zur Aufmerksamkeit. Konzentriere dich auf dein Essen und esse langsam. Esse bewusst und achte darauf was der Körper wirklich verlangt. Meist hat man gar keinen Hunger möchte aber trotzdem essen, da wir das mit der Zeit fest in unserem Unterbewusstsein verankert haben.

Fazit

Es gibt viele Situationen in denen wir uns das Essen ohne Hunger angewöhnt haben, sei es aus Langeweile oder aufgrund von Emotionen wie z.B. das Essen aus Frust. Es ist nicht leicht, Gewohnheiten aufzugeben, daher ist es wichtig Geduld zu haben und nicht allzu streng zu sein. Falls nicht gleich alles auf Anhieb funktioniert, finde den Grund und nehme dir vor es beim nächsten Mal besser zu machen. Unterstützung bei der Umsetzung deiner Ziele kannst du dir auch von der Expertin für intuitives Essen, Dr. Mareike Awe mit ihrem Wohlfühl-Programm Intueat holen (zu meinen Intueat Erfahrungen). Mit der Zeit wirst du dann feststellen, dass du dich die die anderen Tätigkeiten viel besser fühlen wirst als durch Essen.

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